Warum und Wie kommt man zu Nolanas?
Was uns dazu bewogen hat, war die Problematik der Schafschur in einem kleinen Bestand von zehn Auen. Viel Aufwand und Geld für einen Gegenwert von Nichts, abgesehen von dem Wohlergehen der Schafe.
Das geht ja scheinbar doch anders dachten wir uns, als wir im Jahr 2000 das erste mal von Nolana Schafen hörten. Insbesondere die Nolana Fleischschafe gefielen uns auch in ihrer äusseren Erscheinung: grossrahmig, weiss, mit kräftigen Fundamenten. Wir selber hatten bis dahin über zwölf Jahre Texel-Milchschaf Kreuzungen in Koppelhaltung.
2001 fanden wir bei näherer Recherche einen Züchter der am Nolana-Projekt teilnahm und erwarben bei ihm zwei Nolana F1 Auen auf Suffolk-Wiltshire Horn Basis. Die folgenden drei Jahre liessen wir die Nachkommen beider Mutterlinien (Suffolk und Texel-Milchschaf) von reinrassigen Wiltshire Horn Böcken bedecken und selektierten Bocklämmer, sowie Hornbildung rigoros aus.
2004 verpaarten wir nun auch mit Nolana Böcken, da unsere Tiere einen zuverlässigen Wollverlust aufwiesen. Seitdem bemerken wir auch, dass die zeitweise wieder durchschlagenden Hörner abnehmen. Das letzte Bocklamm mit Hörnern hatten wir 2007. Die Lämmer aus 2008 waren komplett hornlos.
2005 übernahm ich nach dem Tod meines Vater die Herde, ich beschloss die Tiere nicht zu verkaufen, sondern zu versuchen die Qualität weiter zu verbessern.
2006 informierte ich mich über den Nolana Zuchtversuch und die Möglichkeit über die Aufnahme der Tiere ins Zuchtregister.
2007 trat ich dem Landesschafzuchtverband Weser-Ems bei und lies meine Tiere ins Zuchtregister aufnehmen. Desweiteren entstand ein Kontakt zu Herrn Dr. Minhorst der Fachhochschule Osnabrück, der sehr engagiert mit Rat und Tat zur Seite stand.
2008 stellte ich meine ersten zwei Böcke erfolgreich dem Zuchtverband zur Körung vor.
2009 die Ablammungen verliefen ohne Probleme. Allerdings ein sehr bocklastiges Jahr. 2 Böcke wurden gekört.
2010 die Ablammungen sind erst sehr spät durch. Dieses Jahr vermehrt Lämmer bei denen Hörner durchschlagen. Durch die doch noch recht niedrigen Temperaturen im Frühjahr, startet das "abwollen" sehr spät.